Nach dem Belastungsversuch auf der gesperrten Bad Schandauer Elbbrücke laufen Vorbereitungen für die eventuelle Freigabe in der kommenden Woche. Vorbehaltlich der finalen Prüfung der Messergebnisse wird ab dem morgigen Samstag eine zweispurige Verkehrsführung für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen eingerichtet, wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mitteilte. Ziel ist demnach die Freigabe der Brücke bis zum 10. April.
S163 ab Samstag wieder komplett frei
Die Verkehrseinschränkungen auf der Staatsstraße 163, die wegen des Belastungsversuches nötig waren, sollen spätestens ab Samstag aufgehoben werden. Auch der Parkplatz an der Elbbrücke sowie der Elberadweg entlang des linken Ufers sind dann wieder vollständig nutzbar. Bis zum heutigen Nachmittag läuft der Abtransport der eingesetzten Großtechnik sowie der Rückbau der temporären Absperrungen.
Am Dienstag und Mittwoch wurde die Tragfähigkeit der Brücke mit einem Schwerlastmodul und Gewichten von insgesamt bis zu 300 Tonnen geprüft. Aktuell läuft die Auswertung und Prüfung der Ergebnisse. Nächsten Donnerstag (10. April) will das Infrastrukturministerium in Dresden über die Auswertung und das weitere Vorgehen informieren.
Brücke seit November gesperrt
Die Elbbrücke in Bad Schandau war am 7. November überraschend aus Sicherheitsgründen für sämtlichen Verkehr gesperrt worden. Das hatte erhebliche Einschränkungen zur Folge, denn die nächste Brücke für den Straßenverkehr quert 20 Kilometer entfernt in Pirna die Elbe. Der Schiffsverkehr kann inzwischen wieder uneingeschränkt passieren.
Vorausgegangen war eine Sonderprüfung nach dem Teileinsturz der Dresdner Carolabrücke. Bei beiden Bauwerken ist Henningsdorfer Spannstahl verbaut. Da die Brücke in Bad Schandau unmittelbar nach der Carolabrücke nach ähnlicher Bauweise errichtet wurde, ist sie ähnlich gefährdet für sogenannte Spannungsrisskorrosion, die in Dresden als Einsturzursache gilt.
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