Die auf Wasser spezialisierte Hilfsorganisation Arche Nova aus Dresden befürchtet dramatische Folgen für die vom Erdbeben in Myanmar betroffene Bevölkerung und warnt vor Krankheitsausbrüchen. Millionen Menschen hätten den Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen verloren, teilte die Organisation mit. Die Hygienesituation verschlechtere sich mit jedem Tag, es drohe eine akute Gesundheitskrise. Bei der Katastrophe haben mehrere Tausend Menschen ihr Leben verloren.
Arche Nova verteilt Material für Notunterkünfte und Hygieneartikel
Arche Nova (offizielle Schreibweise: arche noVa) arbeitet bereits seit 2008 mit lokalen Partnerorganisationen in Myanmar zusammen. «In der aktuellen Situation sind diese Nähe und Kenntnisse ein großer Vorteil», hieß es. So habe man noch am Tag des Erdbebens Partner in Myanmar aktivieren können, um schnelle Nothilfe zu leisten. Derzeit würden Materialien zur Einrichtung von Notunterkünften und Hygieneprodukte wie Seife und Desinfektionsmittel an die Bevölkerung verteilt.
Wassermangel wird sich bis zur Regenzeit verschärfen
«Vor Juni wird es in Myanmar keinen Regen geben, was den Wassermangel in den Erdbebengebieten verschärft. Es ist entscheidend, dass wir sofort handeln, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern», erklärte Ralf Symann, Länderreferent Myanmar von Arche Nova. Für Betroffene, die in ländlichen Gebieten lebten, gebe es derzeit kaum Hilfsangebote, hieß es. Deshalb konzentriere man sich auf die Bevölkerung in den entlegenen Regionen von South Shan.
In den nächsten Tagen möchte Arche Nova Wasserfilter in die Region liefern. Doch bis jetzt fehlt es dafür an Mitteln. Deshalb appellierte die Hilfsorganisation an die Bundesregierung, den Einsatz von NGOs finanziell zu unterstützen. Gleichzeitig wurde um Spenden für die Menschen in Myanmar gebeten.
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten