loading

Powěsće so přeprošuja...

Gashändler VNG erzielt starkes Ergebnis trotz Unsicherheiten

VNG hat 2024 trotz schwieriger Lage ein starkes Ergebnis erzielt und neue Gasquellen erschlossen. (Archivbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
VNG hat 2024 trotz schwieriger Lage ein starkes Ergebnis erzielt und neue Gasquellen erschlossen. (Archivbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa

VNG beendet das Jahr 2024 trotz schwieriger Lage mit einem soliden Ergebnis und setzt weiter auf grüne Gase. Doch wie die Zukunft der Energieversorgung aussieht, hängt nicht nur vom Unternehmen ab.

Der Leipziger Gasgroßhändler VNG hat das Geschäftsjahr 2024 trotz schwieriger politischer Rahmenbedingungen mit einem starken Ergebnis abgeschlossen. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich auf 321 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Leipzig mitteilte. Das Konzernergebnis lag bei 232 Millionen Euro – beide Kennzahlen blieben hinter den Rekordwerten von 2023 zurück.

Im Vorjahr hatte VNG ein Konzernergebnis von 380 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 447 Millionen Euro erzielt.

«2024 war ein bewegtes Jahr, das aufgrund politischer Entwicklungen herausfordernde Rahmenbedingungen mit sich brachte», sagte Vorstandschef Ulf Heitmüller. Dennoch sei es gelungen, flexibel mit den Marktbedingungen umzugehen und die Gasversorgung sicherzustellen. Der Umsatz sank infolge gesunkener Marktpreise deutlich auf rund 16,1 Milliarden Euro (2023: 23,2 Milliarden).

Investitionen in grüne Zukunft unter Vorbehalt

Der Konzern setzt nach eigenen Angaben weiterhin auf den Ausbau erneuerbarer und dekarbonisierter Gase. «Zwar halten wir an unserem strategischen Kurs in Richtung grüner Gase fest, aber solange keine verlässliche Regulatorik gegeben ist, sehen wir uns weiter mit großen Unsicherheiten konfrontiert», sagte Heitmüller. Für den Umbau der Energieversorgung brauche es stabile politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Bis 2035 will VNG – bei entsprechenden Voraussetzungen – bis zu fünf Milliarden Euro in Mittel- und Ostdeutschland investieren. Bereits 2024 flossen 329 Millionen Euro in Infrastrukturprojekte und das Geschäft mit Biogas und Wasserstoff.

Ostdeutschland als Wasserstoff-Drehscheibe

Zu den wichtigsten Vorhaben zählt der Energiepark Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt, wo bis Ende 2025 ein 30-Megawatt-Elektrolyseur entstehen soll. Noch im April will der Leipziger Fernleitungsnetzbetreiber Ontras eine 25 Kilometer lange Leitung nach Leuna in Betrieb nehmen. «Diese wird zugleich das erste Teilstück des Wasserstoff-Kernnetzes in Ostdeutschland sein», erklärte Technikvorstand Hans-Joachim Polk. 

Ein weiteres Projekt ist ein Elektrolyseur in Lutherstadt Wittenberg. Ab 2029 sollen dort jährlich rund 50.000 Tonnen grüner Wasserstoff produziert werden.

Auch im klassischen Gasgeschäft zeigte sich VNG stabil. Der Absatz lag bei rund 352 Milliarden Kilowattstunden. Neben norwegischem Gas bezieht VNG seit 2024 auch Pipelinegas aus Algerien – als erstes deutsches Unternehmen. Speicher-, Netz- und Biogasgeschäft trugen ebenfalls positiv zum Ergebnis bei.

Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Unterstützt von:

publizer