Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden klagt einen 51-Jahre alten Mann wegen illegaler Waffenproduktion angeklagt. Konkret geht es um Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz, teilte die Behörde mit. Der Mann soll in einer eigens für die Waffenherstellung eingerichteten Werkstatt im Keller seiner Wohnung in Radebeul fünf funktionsfähige Schusswaffen hergestellt haben, darunter zwei Maschinenpistolen. Mindestens eine weitere Schusswaffe sei bereits im Bau gewesen, hieß es.
Beschuldigter wollte Waffen an verdeckten Ermittler verkaufen
Zudem soll er etwa 1,4 Kilogramm Schwarzpulver in seinem Keller gelagert haben. Ihm wird außerdem vorgeworfen, am 28. September 2023 drei der Schusswaffen und 79 Patronen passender Munition an einen verdeckten Ermittler verkauft zu haben.
Der Angeschuldigte wurde unmittelbar nach dem Waffenverkauf durch Spezialeinsatzkräfte und Kräfte der Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) des Landeskriminalamtes Sachsen vorläufig festgenommen und befand sich bis zum 20. März 2024 in Untersuchungshaft.
Das Amtsgericht Dresden hat nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden. Das Ermittlungsverfahren gegen die Ehefrau des Mannes wurde abgetrennt.
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