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Anklage gegen Mann wegen Herstellung von Kriegswaffen

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat Anklage wegen illegaler Waffenherstellung erhoben (Symbolbild). / Foto: Robert Michael/dpa
Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat Anklage wegen illegaler Waffenherstellung erhoben (Symbolbild). / Foto: Robert Michael/dpa

In seinem Keller in Radebeul baut ein 51-Jähriger Schusswaffen zusammen. Doch das ist nicht der einzige Fund.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden klagt einen 51-Jahre alten Mann wegen illegaler Waffenproduktion angeklagt. Konkret geht es um Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz, teilte die Behörde mit. Der Mann soll in einer eigens für die Waffenherstellung eingerichteten Werkstatt im Keller seiner Wohnung in Radebeul fünf funktionsfähige Schusswaffen hergestellt haben, darunter zwei Maschinenpistolen. Mindestens eine weitere Schusswaffe sei bereits im Bau gewesen, hieß es.

Beschuldigter wollte Waffen an verdeckten Ermittler verkaufen

Zudem soll er etwa 1,4 Kilogramm Schwarzpulver in seinem Keller gelagert haben. Ihm wird außerdem vorgeworfen, am 28. September 2023 drei der Schusswaffen und 79 Patronen passender Munition an einen verdeckten Ermittler verkauft zu haben.

Der Angeschuldigte wurde unmittelbar nach dem Waffenverkauf durch Spezialeinsatzkräfte und Kräfte der Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) des Landeskriminalamtes Sachsen vorläufig festgenommen und befand sich bis zum 20. März 2024 in Untersuchungshaft.

Das Amtsgericht Dresden hat nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden. Das Ermittlungsverfahren gegen die Ehefrau des Mannes wurde abgetrennt.

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