Vom Chormusical mit 1.500 Sängern bis zu Kunstaktionen in der Passionszeit, vom Literaturfestival bis zu Schreib- und Tanzworkshops: Im März breiten Chemnitz und das Umland weitere Programmpunkte für das Kulturhauptstadtjahr aus.
So wird am 7. März die Reihe «Leselust Goes Europe» eingeläutet. Sie präsentiert Literatur, Musik und Film aus Deutschland, Polen, Tschechien und der Ukraine. Dabei gibt es Doppellesungen von Autoren und Autorinnen dieser Länder wie Jurij Andruchowytsch, Sabine Rennefanz, Lenka Elbe und Svetlana Lavochkina.
Eine Fortsetzung finden auch die Interventionen zur Passion, die 2023 als Altarverhüllungen gestartet sind. Dabei wird zeitgenössische Kunst in Kirchen gezeigt. Dieses Jahr gibt es den Organisatoren zufolge neun Projekte – nicht nur in Chemnitz, sondern auch dem Umland wie Zwickau, Freiberg und Marienberg. In der Chemnitzer Kirche St. Joseph wird zudem eine Replik des berühmten Zittauer Fastentuchs gezeigt.
Musical erinnert an Martin Luther King
Auch der Kunst- und Skulpturenweg «Purple Path» bekommt Zuwachs. Am 29. März wird in der umgebauten Hospitalkirche St. Georg in Lößnitz die Skulptur «The Universe in a Pearl» von Rebecca Horn eingeweiht. Sie sei eine der wichtigsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, sagte Kurator Alexander Ochs.
Ende des Monats wird zudem mit einem imposanten Musical an den amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King und seinen gewaltfreien Kampf für Frieden und gleiche Rechte für alle erinnert. Dazu verwandelt sich die Messehalle in einen Konzertsaal mit einem Chor von 1.500 Sängern.
Chemnitz trägt dieses Jahr zusammen mit dem slowenisch-italienischen Städteduo Nova Gorica und Gorizia den Titel Kulturhauptstadt Europas. Dazu laufen schon zahlreiche Ausstellungen in der Stadt. Zudem engagieren sich viele Freiwillige ehrenamtlich etwa bei der Betreuung von Gästen. Das Freiwilligenprogramm habe inzwischen die Marke von 1.000 Menschen geknackt, teilten die Verantwortlichen mit.
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