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Kriminalität im Landkreis Meißen im Vorjahr leicht angestiegen

Symbolbild Straftaten / pixabay FreeToUseSounds
Symbolbild Straftaten / pixabay FreeToUseSounds

Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt einen leichten Anstieg der Kriminalität im Landkreis Meißen mit besonderen Veränderungen in Vermögens- und Rauschgiftdelikten.

Im Landkreis Meißen wurden 2024 insgesamt 12.102 Straftaten registriert, ein Anstieg gegenüber den 11.726 Fällen des Vorjahres. Die Aufklärungsquote sank leicht auf 58,4 Prozent. Polizei-Präsident Lutz Rodig sagte am Donnerstag,  dass die größten Anstiege bei Vermögens- und Fälschungsdelikten, insbesondere Urkundenfälschungen, verzeichnet wurden, während Diebstahlsdelikte leicht zurückgegangen sind. Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen stieg auf 5.130 Personen, von denen 73,1 Prozent männlich und 26,9 Prozent weiblich waren. Der Anteil jugendlicher Tatverdächtiger sank im Vergleich zum Vorjahr.

Signifikante Entwicklungen gab es auch im Bereich der Gewaltkriminalität. Die Zahl der Gewaltstraftaten stieg auf 370 Fälle, mit gefährlichen Körperverletzungen auf einem Höchststand. Raubstraftaten nahmen hingegen ab. Im Bereich der Jugendkriminalität war ein Rückgang auf 938 Fälle zu verzeichnen, vor allem bei Körperverletzungen, während Bedrohungen und Sachbeschädigungen zunahmen. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an allen ermittelten Tatverdächtigen (ohne ausländerrechtliche Verstöße) sank von 19,4 Prozent im Jahr 2023 auf 18,9 Prozent im Jahr 2024. Allerdings beträgt der Anteil der nichtdeutschen Bevölkerung im Landkreis Meißen etwa nur fünf Prozent. 

Überproportional hoch lag deren Anteil im Jahr 2024 im Bereich der besonders schweren Fälle des Diebstahls an/aus Kfz (60,0 Prozent).Bei Diebstahlsdelikten wurden 2024 insgesamt 3.769 Fälle registriert, mit Schwerpunkten bei Diebstählen in Geschäften, Fahrrad- und Kfz-Diebstählen. Die Rauschgiftkriminalität sank auf den niedrigsten Wert der letzten sechs Jahre, was laut Rodig auf geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen zurückzuführen ist. Vermögens- und Fälschungsdelikte verzeichneten einen signifikanten Anstieg um 26,8 Prozent, insbesondere durch Urkundenfälschungen im medizinischen Bereich. Die Cybercrime-Delikte blieben nahezu stabil, während Sachbeschädigungen zugenommen haben.

Insgesamt wurde ein finanzieller Schaden von 9,5 Millionen Euro registriert, ein Anstieg um 2,2 Prozent. Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 legt nahe, dass trotz einiger Rückgänge insbesondere in der Rauschgift- und Jugendkriminalität bestimmte Deliktbereiche weiterhin Sorgen bereiten und entsprechende Maßnahmen erfordern.

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