Die niederländische Region Flandern und der Freistaat Sachsen werden künftig intensiv bilateral zusammenarbeiten. Eine bei den ersten Regierungskonsultationen unterzeichnete Erklärung sieht vor, gemeinsam Vorreiter in Technologie und Innovation, Wegbereiter für Technologien zur Energiewende und «Brückenbauer zwischen den starken Regionen Europas» zu sein sowie Partnerschaften in Kunst und Kultur zu forcieren, wie die Sächsische Staatskanzlei in Dresden am Mittwoch mitteilte.
«Sachsen und Flandern haben viele Gemeinsamkeiten und Parallelen in ihrer Geschichte», sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Dank früher Industrialisierung sowie starker Halbleiter- und Automobilbranche hätten beide Regionen die Grundlage für technischen Fortschritt und wirtschaftliche Transformationsprozesse gelegt. An «diesen Pioniergeist» solle angeknüpft werden.
Flanderns Regierungschef Jan Jambon sieht bereits eine starke Annäherung der beiden Regionen, sie seien «ideale Partner» mit großem wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, akademischen, künstlerischen und kulturellen Potenzial». Als starke Regionen könnten sie sich gemeinsam für stärkere Energieunabhängigkeit, Versorgungssicherheit und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sowie Wohlstand durch Innovation, Unternehmertum und robuste Wirtschaft engagieren.
Verabredet wurden, Möglichkeiten für eine komplementäre Zusammenarbeit und Synergien zu ermitteln und europäische Projekte im Bereich Mikroelektronik zu initiieren. Auch beim Thema Wasserstoff sollen die Kräfte gebündelt und alle Trümpfe in die Waagschale geworfen werden: starke Chemiecluster, Windenergietechnologie, umfangreiche Pipeline-Netze, flämische Häfen und Sachsens Speicherpotenzial sowie Energie- und Forschungskapazitäten.
Vorgesehen sind zudem Kooperationen zur Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 und Forschungen zum Oeuvre des Malers Peter Paul Rubens zwischen dem Königlichen Museum der Schönen Künste Antwerpen, der Gemäldegalerie Alte Meister und der Hochschule für Bildende Künste Dresden - und Jugendaustausch.
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten