Eine Ausstellung in Dresden widmet sich demnächst den Wechselwirkungen amerikanischer Massenkultur und der europäischen Avantgarde in den 1920-er Jahren. Die Schau mit dem Titel «Moderne Zeiten» möchte nicht nur die Faszination für den amerikanischen Lebensstil jener Zeit beleuchten, sondern auch entsprechende Impulse aus Europa, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mit, in deren Archiv der Avantgarden die Ausstellung vom 11. April bis 10. August läuft.
US-Kunstszene erhielt damals viele Impulse aus Europa
Die SKD verwiesen darauf, dass zwischen 1900 und 1929 zahlreiche Künstlerinnen und Künstler der Avantgarde aus Europa in die USA emigrierten. Zudem hätten künstlerische Bewegungen des Dadaismus, Futurismus und Konstruktivismus reges Interesse in der US-amerikanischen Kunstszene geweckt.
Die Exposition wolle aber auch kritische Stimmen aus Europa und den USA an kapitalistischen Produktionsformen wie dem Fordismus - die Massenproduktion am Fließband - zeigen.
Ausstellung umfasst mehr als 150 Exponate
Die Ausstellung umfasst unter anderem Druckerzeugnisse, Fotografien und Grafiken, die in hohen Auflagen erschienen. Weil Künstler und Künstlerinnen Zeitschriften, Flugblätter und Bücher gestalteten, konnten sich ihre Motive und Anliegen international verbreiten. Zu sehen sind über 150 Exponate aus der umfangreichen Sammlung des ADA, ergänzt um selten gezeigte Experimentalfilme.
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten