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Gedenkwoche erinnert an 80 Jahre Leipziger Befreiung

80 Jahre nach der Befreiung: Leipzigs historische Gedenkwoche / Symbolbild: © pixabay.com
80 Jahre nach der Befreiung: Leipzigs historische Gedenkwoche / Symbolbild: © pixabay.com

Erleben Sie Leipzigs Gedenkwoche zur Befreiung mit zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen.

80 Jahre nach der Befreiung Leipzigs von der nationalsozialistischen Herrschaft gedenkt die Stadt mit einer Gedenkwoche diesen historischen Ereignissen. Vom 13. bis 17. April finden zahlreiche Veranstaltungen an verschiedenen Orten in der Stadt statt, um an die Befreiung durch die US-Armee zu erinnern und den Menschen in Leipzig Raum für Reflexion und Austausch zu bieten. Es sind alle Interessierten eingeladen, an dieser bedeutsamen Woche teilzunehmen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen sind auf www.leipzig.de/gedenken zu finden.

Am 18. April 1945 erreichten US-amerikanische Truppen der 2. und der 69. Infanteriedivision Leipzig und befreiten die Stadt von der nationalsozialistischen Herrschaft. Mit der Einrichtung der Alliierten Militärregierung und des Hauptquartiers des VII. US-Armee-Korps in der „Runden Ecke“ begann eine neue Ära für die Stadt. Die Gedenkwoche startet am Sonntag, dem 13. April, mit einem Festkonzert im Völkerschlachtdenkmal, das um 17 Uhr stattfindet. Redebeiträge von Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, Dr. Anselm Hartinger, und US-Generalkonsul John R. Crosby leiten die Veranstaltung ein. Die Installation „Vom Ende des Schreckens – 80 Jahre Kriegsende in Leipzig“ wird durch Steffen Poser eröffnet. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von „Alliance Brass Quintet” und „emBRASSment“.

Ebenfalls am Donnerstag, dem 17. April, wird eine zentrale Gedenkveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit, der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ und der Bürgerinitiative Capa-Haus organisiert. Die Route führt vom Mahnmal in Abtnaundorf über die „Runde Ecke“ bis zum Capa-Haus. Um 12 Uhr beginnt das Gedenken am Mahnmal Abtnaundorf, wo Oberbürgermeister Burkhard Jung und Dr. Josephine Ulbricht über das Massaker im KZ-Außenlager Leipzig-Thekla berichten. Anschließend folgt um 13 Uhr eine Zeremonie an der „Runden Ecke“, wo Tobias Hollitzer und Alan Meltzer Beiträge liefern. Die Veranstaltung endet um 14 Uhr vor dem Capa-Haus mit Reden von Burkhard Jung, Alan Meltzer und Michael Kretschmer sowie Musik von Prof. David Timm und Reiko Brockelt. Capas berühmte Fotoserie macht das Capa-Haus zu einem bedeutenden Gedenkort.

Während der Festwoche lädt das Capa-Haus zu diversen Ausstellungen, darunter „Wege der Befreiung: Vom D-Day zum Elbe-Day“, ein. Diese Ausstellung ist ab dem 16. April zu sehen und bietet eine interaktive, digitale Karte, die den Vormarsch der US-Armee dokumentiert. Zwei junge Menschen berichten auf Social Media unter #RoadtoFreedom über ihre Reise entlang der damaligen Route der US-Truppen.

Am 16. April lädt die Bürgerinitiative Capa-Haus um 14 Uhr zu einem internationalen Symposium in die Alte Börse ein. Unter dem Titel „Die Kraft der Bilder – Leipzig 1945, Robert Capa und sein Andenken in Europa“ werden Capas Fotografien und ihre Bedeutung diskutiert. Aufgrund der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung erforderlich.

Zusätzlich gibt es einen Rundgang „Befreit in Leipzig 1945: Erfahrungen und Perspektiven von Zwangsarbeiter:innen“, organisiert von der Gedenkstätte für Zwangsarbeit, der am 16. April um 17 Uhr startet und am Bahnhof Plagwitz endet.

Insgesamt bietet die Gedenkwoche ein umfassendes Programm, das historische Erinnerung und aktiven Austausch miteinander verbindet. Es wird nicht nur erinnert, sondern auch der Bogen zur heutigen Zeit und der Bedeutung von Frieden und Versöhnung gespannt.