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Munition im alten Möbelhaus Taubenheim gefunden

Die zwei vermeintlich gefährlichen Panzergranaten in Taubenheim. Foto: Feuerwehr Taubenheim
Die zwei vermeintlich gefährlichen Panzergranaten in Taubenheim. Foto: Feuerwehr Taubenheim

Die Feuerwehr Taubenheim hatte einen spannender Samstagabend-Einsatz nach dem Fund von zwei vermeintlich gefährlichen Geschossen im alten Möbelhaus in Ullendorf.

Die beiden Granaten sahen sehr echt aus. An einem Samstagabend wurden die Feuerwehr gegen 21.30 Uhr zu einem ungewöhnlichen Einsatz in die Taubenheimer Straße gerufen. Am alten Möbelhaus hatten Spurensucher nach Lost Places (sogenannte Urbexer) zwei Geschosse entdeckt. Nach Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich um Panzergranaten handelte. Zur Unterstützung der Polizei wurde die Feuerwehr Taubenheim hinzugezogen. Vor Ort befanden sich bereits Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes. Das teilte die Feuerwehr mit.

Die Aufgabe der Feuerwehr bestand darin, die Einsatzstelle auszuleuchten und eine Steckleiter bereitzustellen. "Auf Befehl zogen wir uns aus dem direkten Gefahrenbereich zurück", so die Feuerwehr.  Zum Glück gab es schnell Entwarnung: Die vorgefundenen Granaten waren lediglich Übungsmunition und stellten keine unmittelbare Gefahr dar.

Der Kampfmittelräumdienst konnte die Munition sicher entfernen. Nach Abschluss ihrer Arbeiten war es möglich, kehrte die Feuerwehr zur  Wache zurück. 


Das ehemalige Möbelhaus gehörte dem süddeutschen Unternehmen Ulrich Zick,  der seine Polsterwelt 1990 im Kultursaal der ehemaligen LPG Taubenheim eröffnete. 1997 wurde das Möbelhaus auf drei Etagen mit 18.000 Quadratmeter Verkaufsfläche fertiggestellt, eines der größten Vollsortiment-Möbelhäuser Sachsens. Als die Expansion der Kette aufgrund Abflauens der ostdeutschen Konsumeuphorie stockte und die Verkaufspreise unter Druck kamen, geriet Zick in wirtschaftliche Schwierigkeiten und musste 1998 Gesamtvollstreckung beantragen. Nach der Zick-Pleite belegte die brandenburgische Kette Mega-Möbel, die dann ebenfalls in die Insolvenz ging,  das Gebäude bis 2004. Seither steht die Halle leer,


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